Ötztaler 2018 / Ep.1 // Wir sind Rennfahrer

Zwei Rennfahrer aus dem Norden melden sich für den Ötztaler Radmarathon 2018. Zwei Blogs berichten über die Vorbereitung aus zwei Perspektiven. Auf VeloQ.de findet Ihr die ganze Rennradfahrer Wahrheit. Cervelobabe.com kommentiert von der Seitenlinie.

Hier geht’s zum Artikel auf Cervélobabe.com


Spricht man übers Rennrad und die Fahrer, so teilt sich die Welt in Bergfahrer und Sprinter. Experten hauen dann mit Puncheur und Rouleur auf den Tisch und beweisen angelerntes französisches Fachwissen. Nicht zu vergessen natürlich die Klassiker- und Kuchenfahrer. Es gibt aber noch ein fundamentaleres Klassement. Es ist der Unterschied zwischen einem Rennradfahrer und einem Rennfahrer. Ein Rennrad Fahrer fährt. Ein Rennfahrer trainiert. Ein Rennradfahrer sammelt Meter. Ein Rennfahrer bereitet sich vor. Denn er hat ein Rennen zu bestreiten, welches natürlich übergroß und episch gewählt sein muss, damit es überhaupt Wert ist, genannt zu werden.

Es war mitten in der Vorsaison. Mit ordentlich Kilos auf den Rippen, nachdem alle neuen Teile für alle Fahrräder bestellt, angebaut, umgetauscht und in Breite besprochen wurden, breitete sich ein Gefühl von Langeweile aus. So kam es, dass mir Wingman N von einem Rennen, knappe acht Autostunden entfernt erzählte. Keine Ahnung, wo das genau war. Klang irgendwie idyllisch nach grüner Alm, Kühen und deftiger Brotzeit. Es war wohl auch ein bisschen bekannter. Also meldeten wir uns an. Schlimmer als Mallorca 312 wird es schon nicht werden und dieses Jahr bin ich gerüstet. Zwar muss ich die Dura-Ace Gruppe noch komplettieren, aber wenn die Watt Pedalen erstmal dran sind, dann wird das ne easy Nummer mit %FTP und so.

Die Bestätigung für das Event kam Anfang März per Mail. Wingman N und ich fingen sofort an, Pläne zu schmieden. N hatte sich schon ein paar Infos zu dem Event gezogen und hatte dadurch einen kleinen Informationsvorsprung. Irgendwie war er seitdem auch anders drauf. Vielleicht nicht panisch, aber irgendwie anders. Er sprang seitdem dreimal die Woche über Stunden auf die Rolle und fuhr virtuelle Pässe hoch und runter. Nach Aussagen seiner Frau hinterließ er dabei tosenden Lärm und Seen von Schweiß im Schlafzimmer. Der Formel n+1 folgend hat er sogar eines seiner 5K EUR Bikes permanent auf die Rolle verbaut und Urlaubsplanungen verändert.

Meine Frau ist seitdem auch anders drauf. Ich denke, ich sollte mir das Event auch mal genauer anschauen. Das Abenteuer für 2018 ist jedenfalls gesetzt. Ich freue mich auf VeloQ.de ausgewählte Trainingspassagen zu dem Event zu posten.

Ach ja, das Event heißt:

„Ötztaler Radmarathon!“

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