Into Darkness – Als Rennradfahrer in die Dunkelheit

Die Saison ist rum. Endlich steht wieder die beste Jahreszeit für Rennradfahrer an. Der Herbst und der Winter. Die Spaßfahrer sind weg. Die Wege frei. Kein Windschatten. Nur echter, kalter, nasser Frost in Gesicht und Fingern. Jeder, der jetzt noch fährt, huldigt Rule#5. Jeder Tag wird zu einer Reminiszenz an Rule#9. Spätestens im Januar bei -20°C kommt man aus dem Grinsen nicht mehr raus. Denn im Winter Rennrad fahren fühlt sich an wie permanentes Überholen. Man ist der Schnellste. Logisch. Man ist ja auch der einzige. Es ist die Zeit der Helden. Die Geschichten dieser Jahreszeit werden durch die Bänke der Sommerkuchen Esser hallen und mit jedem Jahr steiler, kälter und schneller werden. Schließlich war ja auch niemand anderes dabei, der das Gegenteil bezeugen könnte. Ich verkünde also: Die Saison ist vorbei. Endlich. Die Vorsaison hat begonnen!

Im Winter Rennrad fahren fühlt sich an wie permanentes Überholen. Man ist der Schnellste. Logisch. Man ist ja auch der einzige.

Das Herz der Finsternis.

2.275km. Diese Strecke bin ich in der letzten Vorsaison gefahren. Oktober bis März. In absurder Dunkelheit. Das ist gar nix. Echte Rennradfahrer, die was auf sich halten, haben bis März mindestens drei Reifensätze verschlissen. Dagegen bin ich ein warmduschender Amateur. Aber, ich fahre nicht auf normalem Terrain. Ich fahre in Berlin. Während man in Hamburg sagt, es dauere drei Generationen, bis man Hamburger ist, sind es in Berlin drei Winter. Der Winter in Berlin ist nach dem Sommer in San Francisco wohl die härteste Prüfung, die ein Tanline-bemustertes Herz bestehen kann. Denn: es ist nicht einfach nur kalt. Es ist hässlich. Es ist grau. Und wenn es nicht grau ist, ist es nass. Und dunkel. Hier fahre ich meine Vorsaison. Mitten im Herz der Finsternis. Zeit für einen Meinungsaustausch.

Echte Rennradfahrer haben bis März mindestens drei Reifensätze verschlissen.

Der Neongurt.

Als Werbeschaffender Rennradfahrer stellt sich eine Challenge, die sich Tagesrandzeiten nennt. Kreative sind Nachtwesen. Da sind sie am kreativsten. Daher schlafen sie lang. Vor zehn Uhr ist die Welt flach und horizontal. Tagsüber macht man dann seinen Job, bis einem um 18 Uhr einfällt, dass kreativ sein ja der eigentliche Job ist. Also ballt man seine Genialität schnell zwischen 18 und 19 Uhr. Das unterbricht jetzt nicht wirklich das Cycling, führt aber dazu, dass die Vorsaison für einen meist im Dunkeln stattfindet. Eigentlich immer. Und das führt uns zu dem Hauptproblem der Vorsaison: Neonbekleidung. Flatternd im Wind. Hauptsache sicher. Nein, das ist sie nicht. Ich habe dafür einen Selbstversuch gestartet und habe mich nachts ins Auto gesetzt. Selbstverständlich dem Wetter strotzend mit offenem Verdeck, damit ich nicht verweichliche. Ich stoße auf einen E-Bike Cheater der unglaublich schlechte 42km/h fährt und stelle fest: Neon bringt nichts. Vielleicht eine halbe Sekunde. In der halben Sekunde denke ich aber darüber nach, wie unglaublich bescheuert diese im Wind flatternde Neonweste aussieht, so dass ich am Ende zwei Sekunden länger brauche, als wäre er in seiner khakifarbenen Hose und Doppelpack Jack Wolfskin Jacke gefahren. Nein, nein, nein. Wenn ich schon bis März keine drei Reifensätze verschleiße, dann mit Anstand und Würde. Und vor allem ohne Flattern.

Das Licht.

Ich halte an einer Kreuzung, als ich meine Begegnung mit der dritten Art habe. Ein gleißender Energieball jagt mit 42km/h an mir vorbei. Ein Ball aus purem Licht, hinter dem ein Schwarm Motten hinterher jagt, im irrtümlichen Glauben, es handle sich dabei um den Mond. Ich missachte Vorfahrtsregeln und jage dem hinterher. Im Lichte meiner LED Matrix Scheinwerfer glaube ich, es handle sich um einen Kometen, der immer heller wird. An der nächsten Kreuzung stelle ich ihn: Es ist ein Gazelle Champion Mondial. Der Fahrer mit einem Rucksack aus komplett reflektierendem Material. Es gibt doch intelligentes Leben da draussen. Noch mehr interessiert mich aber sein Rucksack. Ich vermute, das Material muss kryptonischer Herkunft sein. Er versichert mir aber, man kann es auch im Internet bestellen. Zu Hause beginne ich also zu recherchieren und tauche ein in eine bizarre Welt von Commutern, die sich tatsächlich irgendwelche Leuchtreflektor Gürtelchen umhängen. Wie sehr kann man sich nur hassen. Schließlich werde ich außerhalb Europas fündig. Auf einer Insel namens Britannien. Eine Firma namens ProViz führt einen solchen Rucksack. Und nicht nur das. Sie haben sich auf nächtliches Fahrradfahren spezialisiert. Ich denke: gutes Material ist das halbe Schnell. Also bestelle ich den halben Shop leer, nur um über die lächerlich hohe Schwelle für kostenlosen Versand zu kommen. Eine Woche später steht eine linksfahrende Kiste vor mir. In ihr der besagte Rucksack, ein Überstülper – man weiß ja nie – und eine komplette Kollektion namens PixElite.

Kein Spaß. Ernst.

Als Fahrradfahrer im Herz der Finsternis gibt es ein grundlegendes Problem: Man wird als solcher nicht wahrgenommen. Welcher verrückte fährt schließlich bei -11,2°C Fahrrad? Diese Ignoranz mag als normaler Fahrradfahrer noch ertragbar sein, schließlich ist die gemeine Fahrradfahrerseele einiges an Ignoranz gewohnt. Aber als Rennradfahrer! Als Rennradfahrer ist das untragbar. Als Rennradfahrer will man ernst genommen werden. Immer und besonders im Dunkeln.

Daher präsentiere ich meine Lösung für die Vorsaison 2016/17:

Ich komme mir vor wie Michael Keaton in Tim Burtons „Batman„. Nicht wegen der dunklen Farbe, sondern, weil ich gefühlt eine halbe Stunde brauche, um zu verstehen, in welcher Reihenfolge ich meine Montur anziehen muss, damit das alles Sinn ergibt. Nach einer halben Stunde Trial & Error ist es aber soweit. Hose, Jacke, Handschuhe, Überschuhe – alles dran. Ich schieße das obige vorher nachher Foto und erschrecke vor mir selbst. Ich fange an zu schwitzen, und reiße alle Fenster auf, weil das Zeug nicht nur hell leuchtet, sondern anscheinend auch eine eigene tropische Klimazone aufbaut, in der ich mit Reißverschlüssen gefangen bin. Fasziniert von der Technik schaue ich mir die Reflektorflächen an. Sie sind mittels kleiner „Pixel“ auf dem Stoff punktiert. Tagsüber sieht es aus wie ein Muster, nachts entfacht es ein Inferno im Scheinwerferlicht jedes Autos. Dehydriert von fünf Minuten darin bei Zimmertemperatur, demontiere ich mich und schlüpfe in mein Batcave zurück, um weiter zu recherchieren.

Als Rennradfahrer will man ernst genommen werden. Besonders im Dunkeln.

Feuer frei.

„Gesehen werden“ ist abgehakt. Das ist schön, für alle die in meinem Windschatten fahren werden. Aber selbst etwas sehen wäre eigentlich auch nicht schlecht. Bislang betrieb ich eine StVO konforme Funzel von Liteco mit 30 Lumen Helligkeit. Das ist im Lichtermeer von Berlin ganz witzig, auf meiner Waldrennstrecke namens „Krone“ aber nicht mehr – 6,9km, dunkel wie ein Bärenpopo. Also musste weiter an der Rüstungspirale gedreht werden. Cyclonica empfahl mir die Supernova Airstream 2. Die mit 205 Lumen wohl hellste Fahrradlampe mit StVO Zulassung am Markt. Sie kostet so viel wie das Durchschnittsrad eines langsam fahrenden Ampelvordränglers. Ich rechnete kurz hoch, dass das ja nichtmal siebenmal so stark ist wie mein aktuelles Kerzenlicht. Also entschloss ich mich, das Attribut „StVO“ für die Waldrennstrecke zu streichen. Ich war ja eh allein. Zumindest, wenn ich Wildschweine, Füchse und Eichhörnchen nicht mitzähle. Nun galt die Maxime „viel hilft viel“. Ich suchte auf Amazon das Licht mit der maximalen Lumenzahl raus. Mit Prime Versand stand am nächsten Werktag ein Metallklotz namens „Evolva X8“ auf dem Tisch. China Ware vom Feinsten. Offiziell als Camping Leuchte deklariert, liefert das Ding mit Hilfe von zwei LEDs 1800 Lumen Leuchtkraft. Zwei Panasonic 3400mAh Batterien liefern Munition für 4 Stunden. Das Gehäuse besteht aus military-grade Aluminium und ist IPX-68 wasserfest. Ich kann also mit dem Ding schwimmen gehen und ein Meter tief tauchen. Ich schreibe das so techy nerdy, weil ich das auch so techy nerdy ausgesucht hatte. Was konkret 1800 Lumen wirklich bedeuten, wußte ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht.

Front ist geklärt, fehlte noch das Heck. Schließlich sollten die Reflektor Gürtel Commuter erkennen können, wann ich hinter der Bergkuppe verschwinde, wenn ich sie mit 42km/h freihändig im Dunkeln überhole. Meine Wahl hier war ein Nachbau der Tern Vizy Lights, die ich mangels Lieferbarkeit in Deutschland nicht im Original kaufen konnte. Neben einem starken roten Rücklicht, wirft es einen roten Kreis auf den Boden um den Fahrer drumherum und markiert damit die persönliche Sicherheitszone. In der Nacht sieht man damit aus, wie eine Figur aus Mario Kart, nur viel schneller. In den roten Kreis fahren = nicht gut. Eine sehr klare, grafische Sprache. Aber genug der Theorie. Ich schmiss mich in meine neusten Errungenschaften digitaler Bestellkünste und fuhr raus in die Dämmerung. Mal sehen, was das kann in der Praxis.

In der Nacht sieht man damit aus, wie eine Figur aus Mario Kart, nur schneller.

Der Praxistest.

Ich habe ein bisschen das Gesamtbild unterschätzt. Ich halte an einer Ampel. Eine Frau mit Hund ist dabei die Straße zu überqueren, als sie mich sieht und mit dem Ausdruck nackter Panik zurück auf den Gehweg springt. Ich lächle – was sie nicht sieht – und entschuldige mich: „Mir ist nur kalt. Wirklich!“ Zur Verdeutlichung der Situation, hier eine Portrait Aufnahme meines Vorsaison Looks:

Neben dem ProViz Kram trage ich meinen ABUS In-Vizz Helm und Mavic Neck Warmer, was – so im Nachhinein betrachtet – doch ein bisschen viel für die Lady war. Batman nahm in der Öffentlichkeit nie seine Maske ab, also raste ich weiter. Nach und nach weicht das Licht der Dunkelheit, bis ich komplett im Dunkeln der Straßen von Berlin unterwegs bin. Hier entfaltet meine Montur dann ihre volle Wirkung. Geblendet vom roten Leuchtkreis auf dem Boden fahren Autos im großen Bogen an mir vorbei. Keiner rückt mir auf die Pelle. Ich fahre Unterlenker und fühle mich wie Tony Stark in seinem Iron Man Anzug, nur schneller und ohne Reaktor. Ein mutiger Autofahrer fährt langsam von links hinter mir vor und kurbelt bei Eiseskälte seine Scheibe runter um mir irgendetwas zu erzählen. Ich höre noch: „Hören Sie mal,“ als ich mich nach links zu ihm umdrehe. Die Frau auf dem Beifahrersitz sieht mich und schreit: „Egon! Fahr weiter!“ woraufhin das untermotorisierte Fahrzeug versucht zu fliehen. Selbstverständlich mit ordentlichem Seitenabstand zu mir. Der rote Kreis um mich herum könnte ja ein Laserstrahl sein, der ihr Auto in Stücke schneiden würde. Weiter am Abend merke ich, wie ein Großteil des Gegenverkehrs deutlich auf Sicherheitsgeschwindigkeit abbremst und sich auf ihrer rechten Spur einordnet – wohl nicht ganz im Klaren, was für ein Raumschiff da auf der Gegenfahrbahn auf sie zugeschossen kommt. Die Temperatur pendelt sich bei 3°C ein. Früher noch als kalt deklariert, würde ich mir das Zeug am liebsten vom Leib reißen, so warm war der Kram. Ich beende meine Tour mit dem Einschwenken auf „Die Krone“, der Waldradstrecke neben der Avus in Berlin. Das meist befahrene Strava Segment Deutschlands. Hierneben fuhr Fritz von Opel auf seinem Raketenauto RAK2 und jagten sich Rudolf Caracciola und Bernd Rosemeyer mit über 300km/h auf der Steilkurve aus Kopfsteinpflaster. Ein Ort für Legenden. Heute allerdings ein zugegebenermaßen dunkler Ort. Nein, eigentlich eher einfach finster, denn er verläuft durch den Grunewald ohne ein einziges Licht. Höchste Zeit, um endlich das schwere Lichtgeschütz aufzufahren. Die bisherige Strecke habe ich mit meiner 30 Lumen Funzel verbracht. Ich fahre gemütliche 32km/h, als ich den Schalter von Evolva X8 für zwei Sekunden betätige und die Hauptzündung einleite. Millisekunden später war Alderaan nur noch Staub im Weltraum. Zumindest kam es mir so vor, denn ich verspürte eine immense Erschütterung der Macht. Nun endlich verstand ich, was 1.800 Lumen bedeuten. Das ist kein Camping Licht. Das ist eine Waffe! Acht Stück davon und man hat einen funktionierenden Todesstern. Nur ohne Ventilationsöffnung zum Kern. Herrgott ist das hell. Ich merke, wie die Tierwelt in Panik von mir davonläuft. Die Fahrt auf der Strecke sieht aus wie der Flug durch ein Asteroidensystem. Horden von Insekten stürzen sich auf mich zu in das gleißende Licht um entweder beim Aufprall zu sterben oder durch meine Sogwinde zu Boden gerissen zu werden. Wenn es außerirdisches Leben auf der Erde gibt, sie wären an jenem Abend in den Grunewald in Berlin gekommen, um mit nach Hause genommen zu werden. Wieder im Straßenverkehr schalte ich auf Unter-Warp und gehe wieder auf meine 30 Lumen, die mir jetzt vorkommen wie ein Glühwürmchen mit Lenkerhalterung. Ich erreiche meine Basis und steige vom Rad.

Wenn es außerirdisches Leben auf der Erde gibt, sie wären an jenem Abend in den Grunewald in Berlin gekommen, um mit nach Hause genommen zu werden.

Die weitere Vorsaison.

Dies wurde meine erfolgreiche Ausrüstung für die Vorsaison 2016/17. Ich habe es mit Thermo Unterwäsche und Baumwoll Unterhandschuhen kombiniert und es  bis zu einer Stunde bei -11°C ausgedehnt. Der Berliner Verkehr hat mich gekonnt umfahren. Das PixElite Material ist Neopren-artig. Daher habe ich auch Regen  in meiner Montur gut überstanden. Die bescheuertste Aktion war es, im November, nachts bei -5°C Kreise im Wald zu drehen, weil ich 100km für meinen November Gran Fondo voll machen wollte. Auch bleibt nichts ohne Spuren. PixElite hat inzwischen ein paar Pixel verloren, aber was soll’s.

Die nächste Vorsaison steht endlich an und das Zeug ist damit alles letze Saison. Daher freue ich mich auf einen Meinungsaustausch! Womit übersteht Ihr die Vorsaison? Kommentare gern unten rein oder jetzt neu bei VeloQ auf Facebook oder Strava.

24 Gedanken zu „Into Darkness – Als Rennradfahrer in die Dunkelheit

  1. Ein äußerst unterhaltsam geschriebener Beitrag, der mich ein ums andere Mal mehr als nur schmunzeln ließ! Ich befinde mich ausrüstungstechnisch noch am Anfang und bin mir noch unsicher wie viele Lumen es sein müssen. Und auch die Bekleidung hat noch Potenzial nach oben. Sicher ist für mich nur, dass es sich bei mir um die erste „Vorsaison“ handelt und ich diese auf jeden Fall nutzen will! 🙂

    1. Vielen Dank, Tom! Lumen, Ritzel, Klamotten – Ist im Grunde alles nicht so wichtig. Hauptsache Du bist schnell. Denn denk dran: Die Antwort auf alles als Rennradfahrer ist: „Schneller“. ^^
      Danke für den Kommentar. Hat mich gefreut. Viel Spaß in der Vorsaison!

    1. Vielen Dank! Ich habe zwei Bikes. Auf meinem Carbon Renner fahre ich Continental Grand Prix 4000 S II. Auf meinem Alu Commuter sind Vittoria Zaffiro Pros montiert. Beide als Faltreifen mit 25mm Breite mit Felgenbremsen. Die Vittorias müssten gewechselt werden. Ich überlege zwischen Continental 4 Season, Schwalbe Durono oder Vittoria Open Corsa.

        1. Nein, noch nicht. Die ONE Evolution kenne ich nicht, nur die Schwalbe Pro One als Tubeless am Rennrad meiner Frau. Die sind gut. Würde mich über einen Erfahrungsbericht freuen. Würde in der Vorsaison trotzdem immer einen Meter mehr Bremsweg einplanen.

  2. Hallo Tom. Musste ein paar mal herzlich lachen. Wirklich gut geschrieben. Ich persöhnlich fahre nur noch selten im Winter. Nicht weil mich die Kälte abhalten würde. Der Grund ist, dass ich mich ein paar mal böse auf Glätte hingelegt habe und ich mir übel die Knochen gebrochen habe. Beim letzten mal hätte es mich beinahe in den Rollstuhl gebracht. Deswegen, pass auf Dich auf und riskier nicht zuviel.

  3. Sehr schön und anschaulich geschrieben. Fahre jeden Arbeitstag im Jahr mit dem Rad und kann die Probleme der Sichtbarkeit sehr gut nachvollziehen. Das Rücklicht sieht ziemlich interessant aus.
    Könntest du noch was zur Ausleuchtung der Frontlampe sagen? Strahlt die eher lang und schmal oder auch noch gut breit aus? Fahre mit einer BUMM Ixon IQ auf der Straße und die könnte an manchen Kurven etwas breiter strahlen.

    1. Danke. Die Frontlampe hat einen radiale Ausleuchtung, wie ein kreisrunder Scheinwerfer. Der Ausleuchtwinkel ist deutlich breiter als bei dem StVO Pendant, selbst wenn wir die Helligkeiten mal außer Acht lassen. Dadurch hat man im Wald auf jeden Fall nicht das Gefühl, nur ins Ende des Tunnels zu schauen. Bei dieser Aktivität habe ich ein paar Fotos von einer geliehenen Lezyne 1200XXL geschossen. Die Evolva ist sehr ähnlich. Die 600 Lumen mehr sieht man kaum: https://www.strava.com/activities/725893601

  4. Hab sehr geschmunzelt beim Lesen, danke dafür! 🙂
    Ich commute auch seit letzter Vorsaison – da noch auf einem Crosser, weil der Bike2Work-Renner erst dieses Frühjahr angeschafft wurde.

    Damals wie auch jetzt mit einer Lupine Piko und dem Lupine Rotlicht.
    Inzwischen sind es zwei Pikos, weil, ehrlich jetzt, es ist doch bescheuert, jedes Mal beim Wechsel von Kopfband auf Lenkerhalterung die Schrauben der Leuchtenbefestigung schrauben zu müssen… So könnte ich jetzt sogar mit Lenker- UND Kopf-Piko fahren (die Kopf-Piko dient auch der Pistenbeleuchtung bei Nacht-Skitouren…).

    Und das Rotlicht… naja. Wer DAS übersieht, sollte nicht mehr Auto fahren. Ich hab die Leuchte im Blinkmodus mal im dunklen Zimmer getestet.
    Den restlichen Abend wollte ich unseren Fernseher zur Reparatur geben, der hatte ja eindeutig einen nicht verschwindenen Grünstich…

    Ich hab so ne greislich gelbe Gore Windstopper Jacke – natürlich für Nachtzwecke angeschafft.
    Aber angezogen wird dann doch nur die schwarze Castelli/Rapha/sonstwas… Irgendwie bilde ich mir ein, die beiden Leuchten sind Warnhinweise genug…

    1. Ich sehe das mit den Neonjacken immer auf meiner Waldstrecke. Die Jogger tauchen wie aus dem Nichts auf. Und auch erst dann, wenn sie in meinen Lichtkegel kommen. Es helfen echt nur großflächige Reflektoren, am besten an Arm und Beinen, die sich dann bewegen. Die sieht man auch aus dem Dunkeln auf Entfernung heraus. Auch diese kleinen roten Blinklichter bringen bei den Joggern kaum was, weil die nicht hell genug sind. Das mit dem Kreisrücklicht dachte ich auch. Das ist ernst gemeint oder?

  5. Hallo,
    der Beitrag ließ mich das ein oder andere mal sehr schmunzeln.
    Wirklich toll geschrieben.
    Ich habe mir direkt mal eine Jacke bei ProViz bestellt.
    Generell finde ich, dass die Autofahrer im Dunkeln mit deutlich mehr Abstand überholen, als im Hellen.
    Ich habe mir die Lupine Neo geholt und werde mit demnächst wohl noch das passende Rücklicht zulegen.
    Der Plan in diesem Winter ist es auf jeden Fall mehr zu fahren. Auch nach der Arbeit.
    Das einzige was mich bisher oft daran gehindert hat, war der innere Schweinehund und dass das Anziehen der Klamotten saulange dauert.

    Beste Grüße
    Marc

    1. Cool. Ich habe meine auch wieder an. Fühlt sich schnell an. Ich fahre auch sehr viel zur Arbeit und zurück. Das mit am Anziehen hatte ich auch. Wobei das gefühlt eigentlich nur das Gefummel mit den Überschuhen war. Ich habe mir jetzt diese Winterrennradschuhe von Mavic besorgt: http://amzn.to/2faxzxb. Keine Ahnung, wie die bei -11°C performen werden, aber bislang sind die echt mollig, weil absolut wind- und wasserdicht. Und schneller an- und ausgezogen sind sie auch als die Kombination Schuhe + Überschuhe.

  6. Erst mal sehr vielen Dank für eine super unterhaltsame Lesezeit.
    Ich habe meine erste „Vorsaion“ gerade vor mir. Aber im beschaulichen Bremen, das ist nicht wirklich mit deinem Universum zu vergleichen, (hier reichen 4 Evola X8 für eine komplette Sternenflotte) Hier ist der Wind eine Herausvorderung, seltsamer weise kommt der immer von vorne! ;.)
    Das mit den Winterreifen von denen Pascal geredet hat werd ich wohl versuchen.
    Auf eine erfolgreiche und vor allem sturzfreie Vorsaison

    Viele Grüße
    Jörg

      1. Das mit dem Wind ist ein guter Hinweis, werde es mir merken.
        Eine Frage noch zu dem Rücklicht, das sieht ja wirklich sehr gut aus. Leider ist es im Original immer noch nicht lieferbar.
        Wie bist du mit deinem Nachbau bisher zufrieden? und wo hast du den gefunden?

  7. Hi Q,
    toller Artikel.

    Ich fahre im Winter mit Bioracer PIXEL Oberfläche, sowie der Hi-Vis Serie von GripGrab. Gelb ist das neue schwarz 🙂 Und als Lampe bin ich schwer von der Lupine Wilma und Lupine Piko begeistert, durch die Bluetooth Fernbedienung entfällt das lästige Lenker loslassen und ich habe selbst bei schwersten Bedingungen wie dem Kurs der 24h Weltmeisterschaft in Finale niemals die höchstmögliche Leuchtstufe programmiert, sondern meistens 0,5W/7W/12W/18W statt bis 24 Watt und komme mit einem Akku über zehn Stunden aus.

    Viele Grüße
    Daniel

  8. Hey Quang,
    es hat sich gelohnt, damals den Link zu diesem Artikel bei Faceobook zu posten! Ich bin im Urlaub drüber gestolpert und hatte ziemlich Spaß. Informativ und unterhaltsam, selten einen so guten Stil gelesen! Ich musste das Vorlesen mehrfach unterbrechen, weil ich vor Lachen nicht mehr konnte! Ich bin sonst nicht so euphorisch, aber wirklich gelungen. Dass ich nach dem Urlaub herkomme, um diesen Kommtentar zu hinterlassen, spricht für sich!

  9. Hi Quang,
    super Artikel, bei all dem Schrott den man im Netz sonst lesen kann war das echt mal eine wilkommene Abwechslung. Danke dafür 🙂 . Weiterhin eine gute und sichere Fahrt und das deine Vorsaison die beste Vorsaison aller Zeiten wird 🙂 .

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